Produktbewertung für Garmin zumo 395LM Navigationssystem

Bewertung: 3.27 von 5 18

3.27 von 5 Sternen

Alle Kundenrezensionen anzeigen



Bewertungen nach Sprachen

Sehr enttäuschend...

Erstellt am 06.05.2017 23:19 Uhr

Ich nutze Navis ständig und seit vielen Jahren... überwiegend in Fahrzeugen der Marken VW, Audi, Skoda und Seat. Auch auf dem Motorrad bin ich seit 2006 mit Navigation unterwegs, erst mit TomTom Rider 2, dann mit einem Garmin Vista CX und die letzten Jahre mit einem Tomtom Urban Rider.
Jetzt sollte ein neues Gerät her, da der TTR mittlerweile auch seine Macken hatte, auch war der Akku ständig leer.
Die Entscheidung zwischen TTR 410 und Garmin 395 war sehr schwer, da die Renzensionen beider gleichmäßig schlecht waren. Wegen des besseren Eindrucks beim kurzen Ausprobieren wurde es dann der Garmin.

Was gut ist: Die Hardware. Das Gerät ist nicht zu groß und baut nur flach auf - im gegensatz zum TTR.
Die Routenplanung mittels Basecamp ist zumindest nicht selbsterklärend - hier übe ich noch. Die Einstellung "kurvige Strecken", beim TTR noch wirklich lustig und gut zu gebrauchen, führt hier jedoch zu völligem Quatsch. Da wird man von der Bundesstraße durch einen völlig zugestauten Ort geführt, nur um am Zentrum vorbeizukommen und dann wieder auf die Bundesstraße zurückgeführt zu werden. Die Routen sind nicht der Hit, und am schlimmsten ist es, wenn man nicht dem Ratschlag des Garmin folgt, weil man bessere Ideen hat: Das eh schon quälend langsame Neuberechnen (dauert oft mehrere Minuten) nimmt gar kein Ende mehr - direkt nach 99% fängt er wieder erneut an.
Heute habe ich aufgegeben und bin wie früher frei Schnauze gefahren - aber ist das der Sinn eines Navis?

Ich werde jetzt versuchen, mit der Standardeinstellung bessere Ergebnisse zu bekommen. Allerdings ist die Rechenleistung im Vergleich zu TTR und vor allem zu den rasanten Auto-Navis für den aufgerufenen Preis eine Frechheit.
Ich würde mir das Garmin deshalb nicht mehr kaufen - aber was dann? Der neue TTR 450 scheint ebenfalls ein Rückschritt zu sein.

Offenbar gibt es derzeit keine akzeptablen Motorradnavis.

Mehr als zwei Sterne - davon einen Extrastern für die solide Halterung, das kompakte äußere und die gute Halterung - gibts für diese mangelhafte Entwicklerleistung nicht.

Bewertung: 2 von 5

Bewertet von:
Kaufdatum:
02.03.2017

Nach Update 4.20 kein Verbindung mehr

Erstellt am 11.03.2017 19:09 Uhr

Ich bin enttäuscht, dass ein Update die Verbindung zum PC mit Garmin Express killt. Nun gibts keine Karten-Updates mehr.

Kommentar:
Lieber Louis-Kunde,

unser Service wird sich mit Ihnen umgehend in Verbindung setzen.

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr Louis Einkaufsteam

Bewertung: 2 von 5

Bewertet von:
Kaufdatum:
31.08.2016

Sehr umständliche und unsichere Bedienung

Erstellt am 08.09.2016 19:11 Uhr

Ich habe mir das Zumo 395 LM für eine gut einwöchige Fahrt in und durch die Alpen gekauft. Dazu das Headset Sena 3S, um nicht ständig auf den Bildschirm schauen zu müssen.

Grundsätzlich hat sich der Kauf gelohnt. Ein Navi ist besser als kein Navi. Unterm Strich hilft es enorm, nicht ständig aufs Smartphone oder in die Karte schauen zu müssen. Die Frage ist aber, ob man dafür wirklich 500 Euro (Stand: Juli 2016) ausgeben muss. Dafür ist der Frustfaktor des Zumo 395 LM ziemlich hoch.


1) Hardware:

Vorteil des Garmin gegenüber der Konkurrenz von Tomtom ist, dass das Display leichter mit Handschuhen zu bedienen ist. Das war für mich die Überraschung beim Ausprobieren bei Louis und ein wichtiger Kaufgrund.

Das Gerät sitzt bei hohen Geschwindigkeiten fest in der Halterung, hält auch mehrere Stunden pralle Sonne aus. Regen hatte ich auf der Tour keinen.

Aber:

Wenn man das aufgeladene (!) Gerät in die Hand nimmt und versucht, am Gerät eine Tour zu planen, geht es nach ca. fünf Minuten aus. Das Display wird schwarz und lässt sich durch kurzen Druck auf den Startknopf nicht einschalten. Ein Neustart dauert zwei Minuten. Die geplante Tour ist weg. Wie gesagt: Das Batterie-Symbol ist komplett grün.

Super ärgerlich. Ein Stern, wenn überhaupt.

Ähnliches passiert während der Fahrt: Es erscheint der Hinweis, dass die externe Stromversorgung unterbrochen sei und dass sich das Gerät in 10, 9, 8 usw. Sekunden abschalte. Das tut es dann, das Display wird schwarz. Dann kommt ein automatischer Neustart. Die Navigation geht weiter.

Man kann den Neustart verhindern, wenn man während der Fahrt auf "Bestätigen" (oder so ähnlich) drückt. Dann tut das Gerät so, als sei nichts gewesen.

Sofort nach dem Einschalten (ob am Motorrad oder zu Hause auf dem Sofa) erscheint immer der Hinweis: "Versuchen Sie nicht, das Gerät während der Fahrt zu bedienen". Man muss auf "Zustimmen" drücken. Aber es kann sein, dass während der Fahrt (!) genau dieser Hinweis erscheint, den man nur wegbekommt, wenn man auf dem Display auf "Zustimmen" drückt.

Diese Erlebnisse hatte ich mehrfach, als ich auf einer Passstraße unterwegs war. Das allein wäre es wert, das Zumo 395 LM mit nur einem Stern zu bewerten.


2) Planung:

Mir ist nicht klar, warum die Bedienung so unübersichtlich ist. Jedes Smartphone mit Google Maps ist einfacher zu bedienen. Google Maps schafft es jedenfalls, eingetippte Städtenamen von selbst zu vervollständigen oder Straßennamen nicht irgendeiner Stadt zuzuordnen, sondern genau der Stadt, in der sich der Benutzer gerade aufhält.

Beim Garmin dagegen geht das nicht so einfach. Die simple Möglichkeit, eine Route zu planen und dabei jeweils nur eine Stadt als Ziel einzugeben, liefert oft nicht die gewünschten Ergebnisse. Meistens erscheint eine Liste, die angeführt wird von irgendwelchen "Fourspuare"-Tipps fürs Nachtleben.

Oder: Wenn man in den Alpen unterwegs ist, kann es sein, dass man von Deutschland nach Österreich oder von Österreich nach Italien fährt. Wer Adressen eingeben will, muss vorher das Land wählen, in das er fahren will. Plant man eine Route am Gerät, bei der der erste Zwischenstopp in Österreich und der zweite in Italien ist, findet das Garmin den Städtenamen des zweiten Stopps nicht.

Diese Liste der Unpraktikabilitäten ließe sich fortsetzen.


3) Praxis:

Grundsätzlich macht das Zumo 395 LM seinen Job gut. Die Informationen auf dem Display sind ausreichend und hinreichend präzise. Meistens kommen die Ansagen rechtzeitig. Manchmal verschätzt sich das Gerät in der Geschwindigkeit und man ist an der Kreuzung schon vorbei. Ärgerlich. Selten hinkt es ein paar Kilometer hinterher.

Wenig hilfreich ist es, außerorts die Namen der Straßen anzusagen. Kein Mensch weiß, was die Landstraße "L2654" ist. Hilfreicher wäre es, die Richtung (Städtename etc) anzusagen, in die man abbiegen soll. In seltenen Fällen (Autobahnauffahrten) macht es das Gerät, meistens aber nicht.

Ein Wort noch zum "Adventurous Routing", also zur automatischen Auswahl besonders schöner Motorrad-Straßen. Wer diese Funktion anwählt, kann tatsächlich auf landschaftlich sehr schönen Strecken landen. Man kann aber auch in Wohngebieten enden oder von einer Umgehungsstraße ständig in die daneben liegenden Dörfer geleitet werden.

Da hilft nur, den Schieberegler im entsprechenden Menü (Kurven, Berge bevorzugen / Autobahnen vermeiden) in die Mittelposition zu stellen. Doch selbst dann kann es passieren, dass das Garmin 70 km Autobahnfahrt als besonders "adventurous" vorschlägt. Es ist ein ziemlich unkalkulierbares Überraschungsmenü, das man mühsam vor jeder Fahrt justieren muss.


4) Headset

Die Kommunikation funktioniert weitgehend problemlos.


Fazit:

Es ist mein erstes Navigationsgerät und weil es grundsätzlich praktisch ist, behalte ich es jetzt. Aber ohne analoge (gedruckte!) Straßenkarte treibt einen das Zumo 395 LM in den Wahnsinn. 500 Euro sind dafür eindeutig zu viel.

Bewertung: 2 von 5

Bewertet von:
Kaufdatum:
11.07.2016