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Motorrad einwintern

Im Herbst werden viele Motorräder in den Winterschlaf geschickt. Aber bitte nicht einfach in die Garage schieben. Vorher braucht die Maschine noch ein wenig Zuwendung. Hier finden Sie alles, was man beim Einwintern beachten muss.

[HEADER: winterruhe.]

Bei einer längeren Pause, könnte es sich finanziell lohnen, das Motorrad abzumelden – falls Sie nicht sowieso ein Saisonkennzeichen haben. Aber Achtung: ein Fahrzeug muss stets ein halbes Jahr am Stück zugelassen sein, um den nächst höheren Schadensfreiheitsrabatt bei der Versicherung zu bekommen.

Wer beruhigt die nächste Saison angehen möchte, wird anstehende TÜV- und Inspektions-Termine vorziehen. Auch eventuelle Reparaturen oder Veränderungen am Fahrzeug lassen sich nun gut erledigen. Soll das Bike schließlich nicht mehr bewegt werden, empfiehlt sich das sachgemäße „Einmotten“. Einfach nur abdecken und ein halbes Jahr vergessen führt im Frühjahr meist zu unangenehmen Überraschungen: Korrosions-, Batterie-, Vergaserprobleme und sonstige Standschäden sind programmiert.

Bevor wir unsere „Winterkur“ beginnen, fahren wir noch einmal zur Tankstelle und füllen den Tank schön randvoll mit Benzin – so kann er nicht rosten. Eventuell vorhandenes Wasser im Tank bindet ein Kraftstoff-Systemreiniger.

So kommt Ihr Motorrad gut durch den Winter

[IMAGE: reifendruck erhöhen.]
Sorgen Sie für einen Luftdruck von ca. 0,5 bar über Sollwert

Mehr Reifendruck gegen Standplatten

An der Luftdrucksäule versorgen wir die Pneus mit einem etwas erhöhten Druck: 0,5 bar über Herstellerangabe sind o.k.

[IMAGE: ölwechsel.]
Den Ölwechsel machen Sie am besten vor dem Einmotten

Ölwechsel immer VOR dem Winter

Wieder Zuhause angekommen, nutzen wir den noch warmen Motor, um einen Ölwechsel durchzuführen (siehe Schraubertipp „Ölwechsel“). Altes Öl enthält aggressive Substanzen, die während der Standzeit Kolben, Laufflächen und Lager angreifen. Bei Motoren mit Hydrostößeln (z. B. Harley Davidson) können diese verharzen. Den Ölfilter immer mit austauschen.

[IMAGE: motorradwäsche.]
Eine gründliche Reinigung versteht sich fast von selbst

Putzen und konservieren

Es folgt nun die wichtige, gründliche Reinigung des Bikes – wobei wir besonderes Augenmerk auf die entlegeneren Stellen richten (z. B. unterm Tank, unter der Sitzbank, der Verkleidung etc., siehe auch Schraubertipp „Waschen“). Als Nächstes sollte das Bike ganz besonders sorgfältig mit Konservierungssprays versorgt werden.

[IMAGE: polierwachs.]
Schutz vor Witterungseinflüssen

Korrosionsschutz

Verkleidung inkl. Scheibe, Tank, Seitendeckel und Bürzel freuen sich über einen guten Hartwachskonservierer für Lackteile. Motor und Auspuff (auch lackierte, da Wachs durch Erwärmung hier zu Verfärbungen führen könnte) und das komplette Fahrwerk (insbesondere Schweißnähte und die entlegenen Stellen) bekommen ein Korrosionsschutzspray verpasst. Auch die Dämpferstangen der Stoßdämpfer und die Gabelstandrohre nicht vergessen, denn schon kleine Rostpickel führen hier zu Undichtigkeiten.

Sollten bei der Reinigung etwaige Roststellen zum Vorschein gekommen sein, schleifen wir diese gründlich aus und lackieren sie anschließend mit Sprüh- oder Tupflack, damit der Korrosionsherd sich über den Winter nicht noch weiter ausdehnt. Stets erst Rostschutzgrundierung, dann Decklack auftragen.

Nun werden sorgfältig alle beweglichen Gelenke und Hebel gefettet. Unsere Korrosionsschutz-Kur schließen wir ab, indem wir in jedes Zündkerzenloch ein kleines Löffelchen Motoröl geben und den Auspuff mit einem öligen Lappen verstopfen (Hinweis: Fahrzeug muss vollständig abgekühlt sein). Die Kette bekommt noch einmal frisches Kettenspray, nachdem wir sie mit einem speziellen Kettenreiniger zuvor von Schmutz und schmirgelnden Steinchen befreit haben. Das Kettenspray wird immer auf die innere Seite des unteren Kettentrumms gesprüht, das (entlastete) Hinterrad dabei langsam von Hand drehen.

[IMAGE: vergaser.]
Profis entleeren den Vergaser – für mehr Spaß im Frühling!

Vergaser entleeren

Nun werden die Schwimmerkammern des Vergasers entleert. Wer dazu seinen Motor nicht einige Zeit im Stand laufen lassen möchte, nimmt sich ein kleines Gefäß und entleert die Schwimmerkammern über die dafür vorgesehenen Ablassschrauben. Dies ist sehr wichtig, denn wenn das Benzin im Vergaser verdunstet, hinterlässt es harzige Rückstände, die im Frühjahr ungleichmäßigen Motorlauf und Startschwierigkeiten bewirken können. Damit kein Benzin mehr in die Vergaser nachläuft, wird der Benzinhahn in die „OFF“-Stellung gebracht. Bietet der Hahn diese Möglichkeit nicht, zieht man am besten die Zuleitung vom Vergaser ab und verschließt sie mit einer Schraube.

[IMAGE: kraftstoff-systemreiniger.]
Kraftstoff-Systemreiniger einfüllen

Kraftstoff-System schützen

Motorräder mit Einspritzanlagen, die über keine herkömmliche, ablassbare Schwimmerkammer verfügen, schützt man mit einem entsprechenden Additiv, welches dem Benzin beigegeben wird. Viele Fahrzeughersteller empfehlen dies in der Bedienungsanleitung. Auch bei Vergasermodellen wirkt sich das Additiv reinigend auf Düsen, Kanäle und Bohrungen aus, bindet Kondenswasser im Tank und ist daher sehr empfehlenswert.

[IMAGE: batterie.]
Überprüfen des Säurestandes in Ihrer Batterie …

Batterie ausbauen und warten

Auch die Batterie will „umsorgt“ werden. Das bedeutet in der Regel den Ausbau und bei Standard-Blei-Batterien das Überprüfen des Säurestandes. Ggf. wird mit demineralisiertem Wasser (niemals mit Säure) bis zur Max.-Marke aufgefüllt.

[IMAGE: batterie-ladegerät.]
… und danach im Trockenen ab ans Ladegerät.

Batterie ans Ladegerät

Die Batterie überwintert am besten in einem frostfreien Raum, angeschlossen an ein Automatikladegerät, das für eine geringe, regelmäßige Ladung sorgt.

[IMAGE: motorrad aufbocken.]
Das Aufbocken entlastet dauerhaft die Reifen!

Reifen entlasten

Abschließend wird das Motorrad so aufgebockt, dass beide Räder entlastet sind. Ist ein Hauptständer vorhanden, unterstützt man den Motorradrahmen nach vorn hin zusätzlich mit Holzblöcken oder Mauersteinen (Rahmen mit Lappen vor Kratzern schützen). Fehlt ein Hauptständer, empfehlen sich Montageständer. Können die Räder nicht entlastet werden, genügt es auch, diese alle paar Wochen ein bisschen weiter zu drehen, sodass sich keine Druckstellen vom Stehen bilden.

[IMAGE: abdeckhaube.]
Eine Abdeckhaube ist draußen auf jeden Fall Pflicht

Motorrad abdecken

Muss das Bike draußen überwintern, so ist eine Abdeckhaube Pflicht. Diese sollte atmungsaktiv sein oder über entsprechend dimensionierte Belüftungsöffnungen verfügen. Die Haube sollte nicht auf Teilen aufliegen, die noch feucht von Pflegemittelresten oder Sprühöl sind – im ungünstigen Fall könnte es zu einer chemischen Reaktion kommen, sodass die Abdeckung am Motorrad festklebt. Steht das Fahrzeug im Trockenen, so reicht eine relativ preiswerte, atmungsaktive Staubschutz-Abdeckhaube aus.

[IMAGE: Korrosionsschutz-Haube .]
Eine spezielle Korrosionsschutz-Haube ...

Korrosionsschutz zum drüberziehen

Wer sein Motorrad so auf die kommende Saison vorbereitet, der kann sich eigentlich die ganze dunkle Jahreszeit darüber freuen, dass im Frühjahr Sätze wie „Kannste mal mit anschieben?“ oder „Na toll, jetzt kann ich die kompletten Vergaser zerlegen.“ von anderen ausgesprochen werden.

[IMAGE: Korrosionsschutz-Haube.]
... hilft besonders bei längeren Standzeiten.

Langzeit-Stilllegung des Motorrads

Soll ein Bike über einen längeren Zeitraum eingelagert werden, so verwendet man eine VCI-Korrosionsschutz-Faltgarage. Der spezielle VCI-Wirkstoff im Innern verhindert ca. zwei Jahre lang jegliche Korrosion auf metallischen Öberflächen, danach muss lediglich ein kleines Döschen mit einem so genannten Emitter mit in die voll verschließbare Faltgarage gestellt werden, um wieder zwei Jahre „Korrosionsruhe“ zu haben. Um das Gewissen gänzlich zu beruhigen, kann zusätzlich noch ein Luftentfeuchter z. B. an den Fahrzeuglenker gehängt werden.

[IMAGE - Diesen Tipp herunterladen.]

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Für die Garage: Einfach herunterladen, ausdrucken und mitnehmen.

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Bei den Schraubertipps handelt es sich um allgemeine Vorgehensweisen, die nicht für alle Fahrzeuge oder alle einzelnen Bauteile zutreffend sein können. Die jeweiligen Gegebenheiten bei Ihnen vor Ort können unter Umständen erheblich abweichen, daher können wir keine Gewähr für die Richtigkeit der in den Schraubertipps gemachten Angaben übernehmen.

Wir danken für Ihr Verständnis.

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